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Der Heunenhof
Der Weiler Heunenhof wurde schon vor fast 700 Jahren, im Jahr 1331, urkundlich erwähnt. Ob es sich
damals nur um einen einzelnen Hof oder schon um mehrere Höfe handelte, ist nicht bekannt. Sein Name leitet sich
ab vom "Heunen", dem Bergrücken, an dessen Flanke der Ort erbaut wurde. Heute gibt es hier acht Häuser - sieben
davon waren ursprünglich Bauernhöfe - und eine Kapelle, das Heiligenhäuschen.
Obwohl der Heunenhof seit jeher ein Ortsteil der Gemeinde Bermel ist (ca. 4 km weiter westlich, auf der anderen
Seite des Heunen), orientiert er sich mehr nach Monreal (ca. 4km in nordöstlicher Richtung). Ein Grund dafür liegt sicher in dem
weniger beschwerlichen Weg nach Monreal (besonders im Winter) durchs Thürelztal. Zudem ist Monreal seit dem Mittelalter
der bedeutendere Ort und er verfügt über einen Bahnhof. Die Heunenhofer wurden und werden in Monreal getauft, getraut und
beerdigt, dorthin gehen die Kinder zur Schule.
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In den ersten 600 Jahren dürfte für die Menschen die Landwirtschaft die einzige Erwerbsquelle in diesem
abgeschiedenen
Tal gewesen sein. Doch mit Beginn des letzten Jahrhunderts gingen, wie überall in der Eifel, einige Männer in
Industriebetriebe Richtung Rhein (Eisenbahn) oder arbeiteten in Handwerksbetrieben der Umgebung, während die
Frauen die Land- wirtschaft alleine führten. Heute gibt es nur noch einen Nebener- werbslandwirt auf dem Heunenhof. Inzwischen gehört die
Hälfte der
Häuser (also vier) naturverbundenen "Zugereisten" aus der Stadt.

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Das Thürelztal
Die Thürelz ist ein ca. 4 km langes Bächlein, das von Urmersbach im Süden nach Norden fließt und
sich hinter der Augstmühle, kurz vor Monreal, in die Elz ergießt. Es schlängelt sich, dicht von
Bäumen umstanden, teils durch die Wiesen des Tales, teil direkt an den steil nach oben steigenden
Hängen entlang. Zwischen der Talsohle und den Bergrücken (ca. 500 m) liegen ca. 150 Höhenmeter.
Die steilen Hänge, auch die der teilweise tief eingeschnittenen Seitentäler, sind dicht bewaldet,
ursprünglich mit Eichen- oder Buchenwäldern, zum Teil auch mit Fichtengehölzen.
Der Heunenhof ist die einzige Siedlung in diesem urigen Tal und liegt ziemlich genau auf halber
Strecke zwischen Urmersbach und der Augstmühle. Hier weitet sich das Tal etwas und bietet Platz
für Weiden und Felder.
Es soll seit dem Mittelalter eine Linie des Jakobsweges durch unser Tal führen. Auf dem Hauptabschnitt
von Köln nach Trier passieren die Pilger - von Mayen kommend - Monreal, um dann durchs Thürelztal
weiter nach Süden zum Kloster Maria Martental (ca. 10 km von hier) zu ziehen. Dort finden sie eine
Unterkunft für die Nacht. Heute erinnert daran eine Basaltstele auf dem Heunenhof.
Seit gut hundert Jahren führt eine einspurige Bahnlinie durchs Tal, denn im Jahr 1895 wurde
die Eifelquerbahn von Mayen nach Gerolstein eröffnet. Diese Eisenbahnlinie brachte für die
wirtschaftlich unterentwickelte Eifel damals einen bedeutenden Aufschwung.
Es verkehrten pro Tag ca. 5 Züge in beide Richtungen, die Arbeiter und Schüler, aber auch Güter und
landwirtschaftliche Erzeugnisse beförderten. Die Heunenhofer brauchten in dieser Zeit keine Uhr -
wenn der Zuch kam, wussten sie, was die Stunde geschlagen hatte. Fast genau hundert Jahre später,
im Jahr 1994, wurde der Bahnbetrieb eingestellt. Das Auto hatte der Bahn schon lange den Rang abgelaufen.
Im Jahr 2000 wurde der Zugverkehr jedoch wieder aufgenommen, versuchsweise erst einmal bis zum Jahr
2008. Diesmal stehen
die Touristen im Vordergrund: In der Kombination aus Wandern, Radeln und Bahn fahren lässt sich die
Vulkaneifel bestens entdecken.
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Monreal - königlicher Berg
Der Charme des Ortes, der die Besucher von Monreal heute gefangen nimmt, liegt zweifellos in dem sehr gut
erhaltenen und von
den Bewohnern liebevoll gepflegten historischen Ortskern und den darüber thronenden Ruinen der Philipps-
und der Löwenburg.
Dieses Ensemble lässt erahnen, dass Monreal in früherer Zeit einmal eine politische, wirtschaftliche und
kulturelle Sonderstellung
in unserer Eifelregion innehatte.

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Werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Ortes: mit dem Bau der Löwenburg im Jahr 1220 beginnt der
Aufstieg von Monreal,
das schon seit der Kelten- und der Römerzeit Spuren einer Besiedelung aufweist. Bauherren waren die Grafen
von Virneburg.
Virneburg liegt ca. 8 km westlich von Monreal im Nitztal, heute ein verschlafenes Dörfchen, das aber
noch Reste der Stammburg aufweist. Die Grafen verfolgten mit dem Bau der Monrealer Burg natürlich ein ganz

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bestimmtes Ziel, nämlich eine Vormachtstellung im Maifeld. Das ist die Ebene, die sich östlich von
Monreal in Richtung Koblenz ausdehnt. Wenn man bedenkt, dass der Turm der heutigen Burgruine zur damaligen
Zeit 15 m höher war, kann man sich leicht vorstellen, wie weit man von dort oben ins Maifeld schauen konnte.
Die Virneburger Grafen verstanden es, ihre zahlreichen Söhne und Töchter geschickt zu verheiraten und
sich über Beziehungen begehrte Posten zu sichern. So gingen aus dieser Familie Erzbischöfe von Köln,
Mainz und Trier hervor, die ja immerhin als Kurfürsten bei der Wahl des deutschen Königs mitmischten.
Die Virneburger blieben für 325 Jahre, also bis 1545, das Herrscher- geschlecht in der Region.

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Am Fuß der Burg, rechts und links entlang der Elz, entstand der Ort Monreal, umgeben von einer Stadtmauer
mit zwei Stadttoren, dem Ober- und dem Untertor, in der Mitte der Marktplatz. Im Jahr 1306 erhielt Monreal
das Stadtrecht und das Privileg, einmal in
der Woche Markt abzuhalten. Dadurch wurde es auch für Gewerbetreibende attraktiv. Besonders hervorzuheben
ist hier die
Wollenweberzunft, die das Wasser der Elz zum Spülen der Wolle benötigte. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts
war das Tuchmacherhandwerk der Haupterwerbszweig in Monreal und brachte den Bürgen Wohlstand und überregionale Bedeutung.
Die Hälfte der Bevölkerung war in diesem Gewerbe beschäftigt - es gab damals 64 Webstühle im Ort. Die Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts
führte dann zum Niedergang der Weberzunft.
Wie fast überall in der Eifel wurde auch die Monrealer Burg im 30jährigen Krieg
(1632 durch schwedische Truppen) und noch einmal
und dann endgültig durch die Franzosen (1689, pfälzischer Erbfolgekrieg) zerstört.
In der Folgezeit benutzten die Monrealer ihre
Burg als Steinbruch.
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